Thaimo’s Weblog

chaotisches, deutsches Familienleben in Thailand :)

Goodbye little Friends :’-( Dezember 9, 2005

Gespeichert unter: Auswandern, Familie — thaimo @ 10:12

Auch die Kinder durften kräftig feiern. Bei „Fettes Brot“ und „Queen“ (welche Mischung :-() wurde getanzt und getobt. Einige kleiner Blessuren blieben nicht aus („Mama, der A. ist der J. mit dem Knie auf die Brust gesprungen!“ Aua… wenn sich A. nicht mal ein bisschen anstrengt, wird das aber nichts, mit der Dico-Karriere)

Den Kleineren war das alles etwas zu wild. Sie verzogen sich schon bald ins discofrei Kinderzimmer, in dem Topfschlagen und andere „Kinderspiele“ vorgesehen waren – während die Großen richtiges Disco-Dancing zelebrierten. Es war einfach nur göttlich, das mit anzusehen.

Zum Ende kam sogar noch der Nikolaus – der aber recht schnell von unserer Großen und deren Freundinnen enttarnt wurde. Ja, schade Chrissy ;-) Aber aufgeregt waren trotzdem alle. Schliesslich hat der Nikolaus ja auch was mitgebracht.

 

Geht’s bitte noch stressfreier? Dezember 7, 2005

Gespeichert unter: Auswandern — thaimo @ 2:56

Wir denken: Nein! Der Umzug war einfach nur perfekt. Bis auf den Duplostein, den wir fanden, nachdem der Container bereits weg war. Was für eine Schlamperei! Da vergessen die doch tatsächlich einen roten Sechser-Duplo-Stein unter der Heizung. Wenn der jetzt demnächst irgendwo beim Bauen fehlt, sind wir stinkend sauer.

Um 7.00 Uhr ging das Packen heute früh wieder los. Wir saßen noch beim Frühstück auf der Bierzeltgarnitur und lasen „Weihnachtsbriefe von Felix“. Außer Kaffee kochen und Brötchen schmieren gab`s für mich heute wieder nichts zu tun. Oder doch, als alle weg waren haben wir gefegt…

Mein Lieblingsmöbelpacker hat sich sogar ganz süß um den Sohn gekümmert und ihn bespielt. Was will frau mehr?

Fast 200 m Luftpolsterpackpapier sind verrollt, 20 Rollen Paketklebeband verklebt und 120 Großpakete durchnumeriert worden. Unglaublich! Der Riesencontainer war aber trotzdem nur bis zur Hälfte befüllt.

Unsere neue Kaffeemaschine haben wir jetzt doch hier behalten. Ist schon fies, sie nach nur wenigen Tagen wieder abgeben zu müssen – wo man sich gerade an sie gewöhnt hat. Die darf jetzt mit im Flugzeug fliegen und wir haben uns wenigstens ein klitzekleines Stückchen Lebensqualität erhalten.

Bei wem müssen wir uns eigentlich für unsere genügsamen und unkomplizierten Kinder bedanken? Die sind jetzt ohne Spielzeug, da die Leih-Spielzeugkisten von ihren Freunden noch nicht da sind, aber dafür haben wir jetzt eine „Elfen- und Troll-Ausstellung“ in Tochter 1s Kinderzimmer und eine „Hüpf-Disco“ im Wintergarten. Dazu das „Survival-Land“ im großen Kinderzimmer. Erste Kinderbesuche (die wir seit heute nachmittag wieder empfangen haben;-) waren begeistert. So eine völlig leere Wohnung hat anscheinend was… WER WILL KAFFEE??? Wir freuen uns auf Besuch :-)

 

fuer die einen war’s Nikolaus… Dezember 6, 2005

Gespeichert unter: Auswandern — thaimo @ 11:28

…fuer die anderen, der stressigste Tag ihres Lebens – dachten sie ;-)

Für den Umzug hat sich erstmal keiner interessiert. Die Stiefel wurden gefilzt und die Geschenke ausgepackt und was drin war sofort ausprobiert, angezogen, angeluscht, angeknabbert… was man halt am Nikolaustag so macht. Da Tochter 1 später Schule hatte, konnte sie noch den Umzugsstart miterleben.

Die Jungs kamen um 8.00 und gingen um 18.00 Uhr. Sie waren zu fünft und sie waren schnell. Bevor sie kamen hatte ich so ein Bild einer Heuschreckenplage im Kopf… aber dem war überhaupt nicht so. Die Jungs erinnerten eher an eine total strukturiert vorgehende Ameisenarmee. Aber nach 10 Stunden war noch immer nicht alles verpackt. Jedes einzelne Stück wurde in Packpapier mit Luftbläschenfolie gewickelt und verklebt, erhielt einen Aufkleber und kam in die Liste. Wir sitzen heute abend zwischen unzähligen numerierten Paketen – und sind noch immer nicht fertig. Morgen kommen die Jungs um 7.00 Uhr (*aaaaaargh*) und es geht im Laufschritt weiter. Wir hoffen also morgen mittag alles überstanden zu haben. Unser Lieblingspaket und Bezeichnungen sind „Sohn`s Bobby-Car“ und „11-Ender“.

Wir sind jedenfalls total geplättet von der Organisation und der Routine, die die Männer an den Tag legen. Wir dachten, wir versinken im Chaos – aber alles ist normal. Wir haben Kaffee, Internet und Tisch und Bänke. Wir können kochen, schlafen und wir frieren nicht. Mir war heute sogar mitunter langweilig. Die Kinder weg waren, aber für mich gab es nicht wirklich was zu tun. Ausser Kaffee kochen und Essen beim Thailänder holen.

Tochter 1 macht zwar Hausaufgaben auf einer Bierzeltgarnitur und unsere Arbeitsplatte in der Küche steht nur noch auf Böcken, aber das wird… Die Kinder empfinden alles als grosses Abenteuer und wollten heute FREIWILLIG und SOFORT ins Bett. Ist schon spannend auf Isomatten und in Schlafsäcken zwischen dutzenden aufgestapelter Kartons zu schlafen. Vorher spielt man noch Bergsteigen auf den Dingern und dann zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz… bis morgen um sieben. Und vor dem Einschlafen sagt Tochter 2 noch: „Gell, Mama, der Nikolaus der kommt heute nacht nochmal!“

 

Goodbye friends Dezember 5, 2005

Gespeichert unter: Auswandern, Expat, Thailand — thaimo @ 10:03

Am Samstag hat sie also statt gefunden. Die langersehnte, von manchen gefuerchtete Abschiedsparty.

Irgendwie war sie immer so fern und dann war sie doch plötzlich da und alle haben sich richtig gehend erschrocken, wie die Zeit verflogen ist – wir auch!

Das Essen war natürlich thailändisch und so lecker, dass Leute mit blossen Fingern den letzten Rest aus den Trögen gekratzt haben. Ich ertappe auch jemanden, der einen Teller, der eigentlich zum Spülen in der Küche stand, noch im Spülstein stehend, leergegessen hat, weil nichts anders mehr da war. Wer mich kennt, denkt jetzt: „Das war die Thaimo!“ Ne, ehrlich! Ich war da noch ganz nüchtern. Obwohl das schwer fiel, bei dem starken Thai-Bier.

Leider war aus unserer bergischen Heimat kaum jemand angereist (alle mit dem Satz in der Absage: „Wir wären ja… aber wir sehen uns ja zwischen Weihnachten und Neujahr!“ – haben jetzt an die 25 Verabredungen in 11 Tagen), so dass die Schwaben (oder sind es jetzt Badenser) in einer unglaublichen Übermacht waren. Doch trotz des hohen Anteils schwäbischer Mitmenschen, die ja angeblich geizig sein sollen (stimmt gar nicht!!!), konnte Tochter 1 all unsere Tombola-Lose verkaufen und wir hatten einen Erlös von 120 Euro, den wir in Thailand einem wohltätigen Zweck zukommen lassen werden (z.B. I-Pod für Thaimo ;-) Einige wenige Leute ließen, absichtlich oder nicht, ihre Gewinne bei uns stehen. Diesen Leuten sei gesagt: „Früher oder später sehen wir uns noch – und wir haben ein gutes Gedächtnis!“

Wir hoffen auf der Abschieds-CD sind ein paar Lieder drauf die gefallen und dass sie auch manchesmal angehört und an uns gedacht wird – dazu ist die CD jedenfalls da.

Vielen vielen Dank nochmal für die lieben Worte in Euren Karten, die mutmachenden Gedichte, die lustigen Fotos, die ewig bleibenden Erinnerungen, z.B. Krissy`s selbstgeflochtene Spielzeugkörbe (*Krissy* …drück Dich), das Märchenbuch und die wunderschönen selbstgemachten Bilderrahmen. Wir hoffen, alle Bilder sind heute gut verpackt worden, damit ihnen auch nichts passiert. Aber wenn alles so gut eingepackt wurde wie Sohn`s Bobby-Car… :)