In der letzten Woche fand in der Schule eine grosse Schwimm-Gala statt.Selbst die ganz, ganz kleinen aus der Nursery waren mit von der Partie. Bei ihnen zählte allerdings eher der Spassfaktor als die Geschwindigkeit. Schliesslich sind die Zwerge zwischen 18 Monaten und 3 Jahren. Aber was die im Wasser veranstaltet haben war schon unglaublich mit anzusehen. Die wenigsten gebrauchen überhaupt Schwimmhilfen und wenn, dann lediglich ein Schwimmbrettchen zum festhalten. Ich war geplättet.
Tochter 2 schwamm in ihrer Altersklasse in der Staffel war allerdings die einzige, die noch ein Schwimmbrett gebrauchte. Dann mussten noch Gummikrebse und Ringe aus dem Wasser gefischt werden. Toechterchen war ganz mutig und ging sogar ohne Chlorbrille „mit-Augen-auf“ unter Wasser, um Tiere rauszufischen. Ich stand am Beckenrand und habe sie lautstark angefeuert. Sie war ganz stolz und fiel erschöpft in ihren Sitz.
Dann wurden alle Kinder zum grossen Becken geführt. Es gab dann 25m Freistil für Zwerge. Unglaublich! Es war so lustig, mit anzusehen, wie sich manche Kinder fortgewegten. Einer schwamm immer drei Züge und ruhte ich dann an der Leine aus. Wieder ein anderer tauchte nur, kam alle paar Meter zum luftholen hoch (immer gerade dann, wenn man dachte, er sei ertrunken) und tauchte dann wieder weiter. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum keiner meinem Kind ein Schwimmbrett in die Hand drückt. Toechterchen stand brav am Beckenrand und wartete auf ihren Einsatz. „Die ertrinkt doch!“ dachte ich. Beim Startschuss sprang sie dann tatsächlich ins tiefe Wasser, tauchte 2-3 Meter, kam wieder hoch (zum Luft holen) und tauchte wieder zurück. Gut, das waren jetzt keine 25 m ;-) aber immerhin. Dafür dass sie hier zu Hause immer noch einen Schwimmgürtel trägt und sich nicht traut ins Wasser zu springen (wir nehmen lieber das Treppchen ;-). Fand ich schon stark. Noch ein paar Monate in dieser schwimmverrückten Schule und Toechterchen macht die 25 m locker… Tochter 1 hat drei Jahre länger zum schwimmen lernen gebraucht… aber irgendwann schwimmen sie alle, genauso wie sie alle irgendwann laufen (gell, Sohn?)
Jedenfalls kamen dann auch endlich die etwas grösseren an die Reihe. Tochter 1 natürlich auch dabei. Die Mama ihrer Freundin machte sich etwas Sorgen, weil ihre Tochter bisher nur mit Schwimmflügeln geschwommen war. So was gibt es aber an der Schule nicht. Entweder ganz oder gar nicht. Als Tochter 1 ins Wasser gelassen wurde und mit einem eleganten Delphin-Hecht-Sprung ins Wasser glitt, traute ich meinen Augen nicht. Sie glitt durch Wasser wie ein Duracelmännchen. Zack, Zack, Zack ihre Arme klatschen rythmisch ins Wasser. Unglaublich! Der Rektor guckt mich fragend an und sagt:“Is that this girl, founded evrything bad last week“ Ja, das war sie. Und das war auch das Mädchen, dass noch im Februar nicht schwimmen konnte und noch einen Schwimmgürtel brauchte. So! Und so kam Tochter 1 gleich dreimal auf´s Treppchen und belegte Platz 3 beim Rückenschwimmen, Platz 2 beim Freistil und Platz 1 beim Brustschwimmen. Nun wackelt auch noch der letzte Schneidezahn und der Junge, der sie letzte Woche so quälte ist nun ihr Freund und… ALLES WIRD GUT.