Thaimo’s Weblog

chaotisches, deutsches Familienleben in Thailand :)

von schwimmenden Duracelmaennchen Mai 24, 2006

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 3:11

In der letzten Woche fand in der Schule eine grosse Schwimm-Gala statt.Selbst die ganz, ganz kleinen aus der Nursery waren mit von der Partie. Bei ihnen zählte allerdings eher der Spassfaktor als die Geschwindigkeit. Schliesslich sind die Zwerge zwischen 18 Monaten und 3 Jahren. Aber was die im Wasser veranstaltet haben war schon unglaublich mit anzusehen. Die wenigsten gebrauchen überhaupt Schwimmhilfen und wenn, dann lediglich ein Schwimmbrettchen zum festhalten. Ich war geplättet.

Tochter 2 schwamm in ihrer Altersklasse in der Staffel war allerdings die einzige, die noch ein Schwimmbrett gebrauchte. Dann mussten noch Gummikrebse und Ringe aus dem Wasser gefischt werden. Toechterchen war ganz mutig und ging sogar ohne Chlorbrille „mit-Augen-auf“ unter Wasser, um Tiere rauszufischen. Ich stand am Beckenrand und habe sie lautstark angefeuert. Sie war ganz stolz und fiel erschöpft in ihren Sitz.

Dann wurden alle Kinder zum grossen Becken geführt. Es gab dann 25m Freistil für Zwerge. Unglaublich! Es war so lustig, mit anzusehen, wie sich manche Kinder fortgewegten. Einer schwamm immer drei Züge und ruhte ich dann an der Leine aus. Wieder ein anderer tauchte nur, kam alle paar Meter zum luftholen hoch (immer gerade dann, wenn man dachte, er sei ertrunken) und tauchte dann wieder weiter. Ich fragte mich die ganze Zeit, warum keiner meinem Kind ein Schwimmbrett in die Hand drückt. Toechterchen stand brav am Beckenrand und wartete auf ihren Einsatz. „Die ertrinkt doch!“ dachte ich. Beim Startschuss sprang sie dann tatsächlich ins tiefe Wasser, tauchte 2-3 Meter, kam wieder hoch (zum Luft holen) und tauchte wieder zurück. Gut, das waren jetzt keine 25 m ;-) aber immerhin. Dafür dass sie hier zu Hause immer noch einen Schwimmgürtel trägt und sich nicht traut ins Wasser zu springen (wir nehmen lieber das Treppchen ;-). Fand ich schon stark. Noch ein paar Monate in dieser schwimmverrückten Schule und Toechterchen macht die 25 m locker… Tochter 1 hat drei Jahre länger zum schwimmen lernen gebraucht… aber irgendwann schwimmen sie alle, genauso wie sie alle irgendwann laufen (gell, Sohn?)

Jedenfalls kamen dann auch endlich die etwas grösseren an die Reihe. Tochter 1 natürlich auch dabei. Die Mama ihrer Freundin machte sich etwas Sorgen, weil ihre Tochter bisher nur mit Schwimmflügeln geschwommen war. So was gibt es aber an der Schule nicht. Entweder ganz oder gar nicht. Als Tochter 1 ins Wasser gelassen wurde und mit einem eleganten Delphin-Hecht-Sprung ins Wasser glitt, traute ich meinen Augen nicht. Sie glitt durch Wasser wie ein Duracelmännchen. Zack, Zack, Zack ihre Arme klatschen rythmisch ins Wasser. Unglaublich! Der Rektor guckt mich fragend an und sagt:“Is that this girl, founded evrything bad last week“ Ja, das war sie. Und das war auch das Mädchen, dass noch im Februar nicht schwimmen konnte und noch einen Schwimmgürtel brauchte. So! Und so kam Tochter 1 gleich dreimal auf´s Treppchen und belegte Platz 3 beim Rückenschwimmen, Platz 2 beim Freistil und Platz 1 beim Brustschwimmen. Nun wackelt auch noch der letzte Schneidezahn und der Junge, der sie letzte Woche so quälte ist nun ihr Freund und… ALLES WIRD GUT.

 

sleepless on Phuket, oder: DIE KUH IM POOL Mai 24, 2006

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 9:59

Nach dem GG zu seinem stark beneideten USA-Trip aufgebrochen ist, bin ich um Jahre gealtert. Schuld sind diesmal NICHT die Kinder, sondern die Fauna dieses, manchmal wirklich seltsamen Landes. Ich habe seit 9 Tagen keine Nacht mehr als 4 Stunden geschlafen, und diese dann auch nur etappenweise.

Zunächst störten meine nächtliche Ruhe 7 Hundebabies. Ein bisschen war ich das auch selber schuld. Zusammen mit den Leuten von einer Tierschutzorganisation hatte ich unsere Wohngegend von „zukünftigen“ Puppies zu verschonen versucht. Bei der Aktion ist die Mutter der Hundebabies mit 6 anderen Hunden gefangen worden und zum Tierarzt gebracht worden. Alle wurden sterilisiert und ärtzlich versorgt. Um die Tage zu überbrücken, bis die Mutter wiederkam, wurden die Puppies mit Ersatznahrung gefüttert – von mir *heul*. Das blöde war, dass die armen Dinger in der Nacht nach ihrer Mama schrien. So hatte ich mir das eigentlich nicht vorstellt. Wissen die denn nicht, wann normale Menschen schlafen? Jedenfalls trieb mich das schlechte Gewissen gepaart mit der Sorge, dass ihr Geschrei Feinde anlocken könnte. Immer wieder stand ich auf und lief zum Fenster… zwei Nächte lang. Dann war die Mama wieder da, hurra! Und die Mutter stillt sogar weiter. Die Puppies sind auf jeden Fall ziemlich gut dabei.

Es folgte dann der tatsächliche Start der Regenzeit. Wie sie sich das vorstellen müsse mit dem Regen, fragte mich letztens eine Freundin. Nun, man hört ihn schon von weitem platschen und rauschen. Spürt einen plötzlich aufkommenden harten Wind und dann sieht man die Regenwand kommen. Dann kann man sich sputen und noch schnell irgendwo hinrennen, wo man geschützt ist. Hat man Glück, ist man schneller als die Regenwand. Bei Nacht überkommt es einen aber wie der Untergang der Welt. Das Wasser rauscht von den Dächern, wie Gebirgsbäche bei der Schneeschmelze und im Null komma nix steht der Garten Zentimeter hoch unter Wasser. Selbst der Pool läuft über und die Strassen und eigentlich alles. Die Fenster auf der Wetterseite halten den Wassermassen kaum stand und am nächsten Morgen muss man erstmal den Putzlappen schwingen und Wasser einsammeln. Wenn man Glück hat, regnet es nur, aber oft bringt der Regen das Gewitter mit sich, bzw. umgekehrt. Während in China der Taifun tobte, machten uns dessen Ausläufer zu schaffen. Wir hatten JEDE Nacht Gewitter, die selbst für Phuket eher untypisch waren (sagt mein Nachbar), so heftig… an Schlaf war bei mir nicht zu denken. Die Kinder, schon völlig im Einklang mit der Natur, haben geratzt wie die Murmeltiere und am nächsten Morgen über ausgerissene Bäume und umgestürzte Blumentöpfe gestaunt.

Dann folgte eine Nacht, die ich so schnell nicht vergessen werde. Ich schreckte aus meinem seichten Schlaf hoch und hörte Kuhgebrüll. Richtig laut. Genau unter meinem Schlafzimmerfenster. Die Kuh hörte sich panisch an. Ob sie in den Nachbarpool gefallen ist? Da ist noch kein Wasser drin und vielleicht hat sie sich was gebrochen. Ganz mutig bin ich in strömenden Regen hinaus. Eher etwas unbedacht, denn was hätte ich mit einer Kuh im Pool tun sollen? Erschiessen? Die Polizei verständigen (die eh nicht gekommen wäre)? Das Viech alleine rausziehen? Egal. Erstmal nachsehen, dann denken. Aber ich konnte nichts finden. Ich hörte ganz nah bei mir das Gebrüll, aber ich sah nichts – lag wohl daran, dass es stockdunkel war. Ich also wieder rein – mal wieder schlaflos – bis zum nächsten Morgen.

Am nächsten Morgen brachte ich die Kinder in der Schule (nicht ohne vorher Garten und Nachbars Pool genauestens zu untersuchen: NICHTS!). In der Schule traute ich dann meinen Ohren nicht. Das gleiche Geräusch unmittelbar neben mir erneut. Die Kinder bestätigten mir das Gehörte – weil ich schon an meinem Verstand zweifelte. Unglaublich laut und keinen Meter neben mir. Es war…. tätärätä…. Spannung…. ein Frosch. Jetzt darf man dreimal raten, warum die Ochsenfrösche heissen. Ich glaube, weil die brüllen, wie der Ochse am Spiess, aber genau weiss ich es nicht!

Und GG hat´s nach meiner Erzählung dann auch zugegeben. Er war auch schon nachts draussen im Garten und hat nach Rindern gesucht. Ich lach mich kaputt. Kein Wunder, dass die Thais denken, alle Farangs wären verrückt, wenn die so komische Sachen machen. Im Schlafanzug rausrennen und Rinderherden suchen, die eigentlich Frösche sind. Leider sind die Frösche mittlerweile eine ziemliche Plage. So etwas 20 Stück brüllen jede Nacht in unserem unmittelbaren Umfeld. Ich will schlaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaafen, menno! Vielleicht werden die ja mal vom Blitz erschlagen. Ich hätte kein Mitleid.

Als ob das alles aber noch nicht genug wäre, ging Tochter 1 eines abends ins Bett und da waren plötzlich so komische Geräusche. Ich bin wirklich fast wahnsinnig geworden. Es war wie Vogelzwitschern, nur viel lauter und rythmischer. Vergleichbar, wie die kichernden Rufe eines Delphins. Tochter 1 und ich haben das Zimmer auf den Kopf gestellt und bis auf einen Gecko nichts gefunden. Eigentlich reagierte die Tochter ganz cool und wollte für die Nacht den Jimmy bei sich haben – mehr nicht! Kein Gejammer, dass sie in mein Bett wolle und kein bevor-Du-das-Tier-nicht-entfernt-hast-geh-ich-nicht-ins-Bett. Ich bin dann ins Internet (ja, gelobet sei das Internet) und habe dort recherchiert. Geckos machen tatsächlich Geräusche ! Dies oft so ohrenbetäubend, dass Touristen ihre Unterkünfte wechseln, weil sie´s nicht mehr aushalten… Im Nachhinein schon witzig! Der Gecko ist im übrigen immer noch da und meistens hält der die Klappe. Seit er hier oben durch die Schlafzimmer tingelt, sind die Mückenstiche zurückgegangen. Guter Gecko! Und Jimmy darf wieder unten schlafen ;-)

Ich will jetzt auch mal langsam, dass GG wieder kommt. Vielleicht kriege ich dann mal wieder eine Mütze Schlaf zusammen.

Bilder von den Hundebabies, den Fröschen und dem Gecko folgen, wenn ich geschlafen habe ;-)

 

ein erster Geburtstag… Mai 10, 2006

Gespeichert unter: Auswandern, Familie, Kinder, Thailand — thaimo @ 3:05

Lange war er herbeigesehnt und mit Sorgen von mir betrachtet. Tochter 1 startete am 1. Mai mit der Schule und am 7. Mai ist ja bekanntlich ihr Geburtstag. Ich machte mir Sorgen, weil ich dachte, dass sie ja niemals genug Mädchen kennenlernen würde, um eine Party zu machen. Aber Tochter 1 ist dem ganzen Party-Gedöns aus dem Weg gegangen, in dem sie ihre beiden Freundinnen einladen wollte und wir planten für die drei einen Elefanten-Trek.

Da ihr Schulstart ja mächtig gut angelaufen war, kam Tochter 1 gleich am zweiten Tag und verlangte nach noch mehr Einladungskarten. Mir schwante fürchterliches. Sie lud dann doch mehrere Kinder ein und schlussendlich kamen noch weiter 3 Mädchen dazu. Eine Freundin hatte mir versprochen, mir bei dem Geburtstag zu assistieren und GG blieb mit den beiden kleinen zu Hause.

Der Tag fing schon sch… an. Ich wollte zwei Freunde vom Flughafen abholen und war fest davon überzeugt, dass die um 10.20 Uhr landeten. Taten sie aber nicht! Sie waren schon eine Stunde vorher da. Dann war unsere Strasse eine Baustelle und man konnte sie nicht mit dem Auto passieren. Das Taxi konnte also nicht „mal eben so“ zu uns gelangen. Als die zwei dann aber endlich da waren, wurden erstmal Geschenke aus Deutschland ausgepackt.

*danke Ludwigs, Sittels, Klinks, Oma Gela, Opa Fitty – sie alle hatten zu der Ludwig´schen Sammeladresse Briefe, Päckchen und Leckereien gesendet) All den anderen Päckchenschickern (Oma Klara, Opa Hans, Kiki, und alle die ich jetzt vergessen habe) nochmal danke, dass sie das hohe Porto in Kauf genommen haben. Wir haben jetzt im übrigen festgestellt, dass Maxibriefe bis 2 kg wiegen dürfen. Diese dann per Einschreiben versendet kosten um die 12 Euro. Das ist bisher das beste und billigste, was wir in Erfahrung bringen konnten. Diese Maxibriefe kommen auch meist unbeschadet an, während Päckchen doch schon mal etwas zerplückt sind.

Es hatte den ganzen vormittag wie aus Eimern geschüttet. In den kurzen Regenpausen konnte Tochter 1 ihr neues Luftkissenboot im Pool fahren lassen und ihre neue Hängematte von Oma und Opa aufbauen. Für die Safari sah ich schwarz. Wir wurden aber trotz des Wetters pünktlich abgeholt (fuhren aber statt mit offenen Jeeps „nur“ mit einem Mini-Van) und schaukelten quer über die Insel. Manche Mütter gaben ihre Kinder ungerne mit – wussten sie vielleicht schon was uns erwartete???

Wir teilten uns im Camp in drei Gruppen und nahmen auf den Elefanten Platz. Gott sei Dank begleitete uns eine Freundin mit ihrer grossen Tochter. So war immer ein Grosser mit zwei Kleinen auf einem Elefanten. Man sollte nämlich zumindest einen Erwachsenen mit an Bord haben, weil man an manchen Stellen die Kinder wirklich richtig FESTKRALLEN muss. Meine Freundin heulte schon auf (sie sass noch nicht ganz), sie wisse nicht „ob das so ihr Ding ist“. Also, meines war es ganz sicher NICHT!!!

Die Freundin hatte dann auch noch das Pech mit zwei Prinzessinnen auf einem Elefanten zu hocken, die bei der kleinsten Erschütterung so gleich anfingen zu weinen. Es war aber eher ein „Theater-Weinen“ (das ich ja nur allzu gut kenne ;-) und darum brachen wir den Ritt nicht ab. Pech, dass gerade diese Gruppe auf einem eher renitenten Gesellen ritt. Als dieser dann nämlich einmal quer einen Berg hochtapste, um sich die Blätter eines ganz bestimmten Baumes zu angeln, ist mir auch ein bisschen anders geworden. Der Elefanten-Boy hatte richtig Probleme den Elefanten wieder auf den Weg zu bringen. Man spürte förmlich, wie sich Unruhe unter den Boys breit machte. Mein Boy ist dann samt Elefantauch auf den Berg und hat mit unserem Elefanten den anderen Elefanten weggedrängt. Das klappte auch, aber nun wollte unser Elefant auch an die Blätter. Die Prinzesschen quieckten und schrien und selbst ich war leicht panisch. Vorallem als ich die Freundin, halb ohnmächtig, auf dem Elefanten hocken sah (ok, leicht übertrieben jetzt, aber es war schon echt eine Grenzerfahrung). Ich dachte jedenfalls, gleich plumpst irgendeiner runter und bitte lass das mich sein und nicht irgendein Kind.

Mein Elefant war sehr lieb und lies sich gleich wieder auf den Weg bringen. Tochter 1 war mit ihrer Freundin und mit dem grossen Maedchen auch auf einem relativ ruhigen Gesellen. Es war ganz schön schaukelig und ich glaube, ich kann bis zum nächsten Kindergeburtstag auf einen erneuten Ritt verzichten. Vorallem, weil ich mir irgendwie die Nackenmuskulatur vom Festkrallen verspannt habe. Tochter 2 wünscht sich natürlich nichts sehnlicher, als… wer weiss es? Dabei war sie schon mit GG Elefantenreiten. Dabei hat sie im übrigen auch geweint.

Es war aber alles in allem ein gelungener Tag. Die Kinder waren, trotz Geschrei und Geweine, begeistert. Klar, so hat man ja auch was spannendes zu erzählen. Tochter 1 sagte am Abend, dass sei der schönste Tag ihres Lebens gewesen. Komischerweise waren die schönsten Tage ihres Lebens zuvor der Montag (1. Schultag) und schon bald darauf der Samstag (Thai-Party am Strand). So, wer jetzt noch denkt wir hätten unseren Kinder mit diesem Umzug „schlechtes angetan“ der soll´s nur weiter denken ;-)

Das tragische ist, dass ich einen Tag später von Tochter 2s Lehrerin gefragt wurde, ob ich eine Ausflug der Klasse in der nächsten Woche begleiten könnte. Sie bräuchten auf 2-3 Kinder immer einen Erwachsenen. Ja, klar kann ich. Wo geht´s denn hin? Dreimal dürft Ihr raten! Mir ist jetzt schon schlecht :-)

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partnerschaftliche Thai-Massage *luester* Mai 10, 2006

Gespeichert unter: Medizin, Thailand — thaimo @ 2:46
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Eigentlich wollten wir lange schon mal… aber wie das so ist. Hat einen der Alltag einmal ein, da ist neben all dem anderen kaum noch Platz. Seit letzter Woche haben wir jetzt jeden Samstagabend einen Babysitter. Was für ein Luxus. Die Leute, die Grosseltern nebenan wohnen haben mögen das nicht verstehen (*winke* Isa ;-) aber für uns ist das ein Meilenstein. Klar hatten wir auch in daheim ab und an einen Babysitter (*winke Aurelia, Anja, Laura*, aber immer nur, wenn was anstand.

An unserem ersten Samstagabend standen wir etwas ratlos da. Was anfangen? Für einen Kinofilm war der Abend zu speziell und zu besonders, essen geht man hier eh ständig (weil´s billiger ist, als selber kochen)… Wir gingen also shoppen. Stundenlanges Einkaufen, anprobieren, wühlen ohne Kinder und ohne Zeitdruck. Denn die Geschäfte machen erst dann zu, wenn der letzte Kunde den Laden verlassen hat. Frühestens jedoch um 22.00 Uhr. Danach war immer noch Zeit zum Essen gehen… und *schäm* wir waren schon kurz nach 22.00 Uhr wieder zu Hause, weil wir so müde waren.

Der nächste Samstag wurde auserkoren, um uns mit einer traditionellen Thaimassage zu verwöhnen. Wir bekamen einen heissen Tip und suchten ein Hotel in der trubeligen Innenstadt auf. Uns war ein bisschen mulmig, weil man ja denn doch die Klischees im Kopf nicht verdrängen kann („Jo, jo, von wegen Thai-Massage, harharhar!“). Der Empfang sah recht ansprechend aus und ich überprüfte, wie ich es hier immer bei grösseren Gebäuden tue, das Fundament auf Erdbebensicherheit. Wie ich das tue weiss ich auch nicht so genau. Verlass´ mich da auf meinen Bauch. Dieses Gebäude war definitiv NICHT erbebensicher. Meine Skepsis verstärkte sich noch, als uns ein Page in die Massageräume geleitete. Nach der dritten Türe und der was-weiss-ich-wie-vielten Treppe, gab ich mein Vorhaben auf, mir den Fluchtweg einzuprägen. Ich hätte selbst im Normalfall (also ohne Erdbeben, Tsunami oder Feuer) nicht mehr aus diesem Ding herausgefunden.

Wir kamen an einem Raum vorbei, in dem ca. 20 Frauen saßen. Zwei davon gesellten sich zu uns uns (sie hatten gefährliche Muskelpakete auf ihre Oberarme geladen *auweh*). Weiter ging es durch unzähllige Flure und an unzähligen Zimmerchen vorbei. Als wir endlich unser Ziel erreichten, mussten wir Krankenhausleibchen mit dazu passenden Hosen anziehen. Ich musste sofort an Organhandel und illegale Entnahme derselbigen denken… aber dann kamen die zwei Masseurinnen rein und brachten Tee (wahrscheinlich ist da das Narkosemittel drin, damit ich nicht merke…) Ich versuchte mich zu entspannen…

Das ging dann relativ schnell, als eine GGs Masseurin stöhnte: „Ohhhhh Mister, big size. Next time you pay for two!“ Wir haben uns geschüttelt vor Lachen. Ach, und dann fragten sie uns noch, ob wir im „Honeymoon“ wären. Ja, schön wär´s gewesen! Leider mussten wir nach der Massage wieder nach Hause zu der lärmenden Brut ;-)

Zwei Stunden später waren wir neue Menschen. Wir hatten noch alle Organe und auch sonst haben sie uns nichts getan. Zwar wurden meine Gelenke und Muskeln wiederholte Male bis zum Anschlag verbogen und gedehnt und ich musste auch oft schreien (vor Schmerz), aber die Massage verfehlte ihre Ziele nicht. Diesmal war es 22.30 Uhr und wir fuhren schnell nach Hause, weil wir wieder sehr, sehr müde waren. Nächsten Samstag schaffen wir´s hoffentlich mal bis 23.00 Uhr. Und dann nehmen wir die „Oil-Massage“. Die soll nicht so schmerzhaft sein. Das sagt man einem dann hinterher. Na, Dankeschön!

 

SA-NUK – das heisst Spass Mai 10, 2006

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 9:56
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Thailänder lieben Parties und alles was Spass macht im Leben. Wir glauben fest daran, dass das auch der Grund ist, warum sie immer zu nur lachen und fröhlich sind. Ausserdem lassen sich die Widrigkeiten im Leben besser ertragen, wenn man dabei lacht.

Letztes Wochenende kamen wir in den Genuss einer typischen Thaiparty. GG’s Einstand in der Firma. Statt Kölsch und Mettbrötchen (bzw. Tannenzäpfle und Laugenbrezeln) gab´s… nun, das war nicht vorauszusehen. GG gab das Geld und die Mitarbeiter in der Firma wollten alles organisieren. Wir mussten nur zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort sein und vor allem sollten wir Hund und Kinder mitbringen.

An einem einsamen Fleckchen Strand (Nai Yang Beach) hatten die Thais viele Stroh-Matten unter einem Dach ausgelegt und Tischchen aufgestellt. Als wir ankamen lief schon alles auf Hochtouren. Es gab unglaubliche Köstlichkeiten von Gambas angefangen über Fisch, diverse Früchte und Nüsse, Thai-Salate und Nudeln, Kartoffelsalat (ja, der war von uns und NEIN, den hat keiner gegessen *heul*), etc. pp. Fischerboote schaukelten idyllisch auf den Wellen und Blick auf das Meere war unbeschreiblich schön. Im Umkreis von 3 km waren keine Touristen auszumachen und wenn man auf die Toilette wollte musste man sich einige hundert Meter durch den Dschungel schlagen. Dort gelangte man zu einer Camping-Platz-Toilette. Aber bitte nicht links und rechts gucken, sonst wäre es oben wieder rausgekommen. Nicht, dass die Toiletten dreckig gewesen wären. Iwo! Aber in meiner Toilette wuchs beispieltsweise ein Baum, dirket neben der Schüssel aus der Erde und an mir vorbei durchs Dach. Ich konnte den Himmel durch das aufgerissene Strohdach sehen (und Tierchen, die im Strohdach hingen *uäh*). Am Stamm hingen Käfer, Spinnen und sonstiges Getier und der Boden der Toilette war plattgetrampelter Sand. In einer Pfütze (es hatte wohl zuvor jemand hier geduscht, schwamm ein Käfer so gross wie Andis dicker Zeh (der ist sehr dick!!!) Ich habe mir einen Punkt an der Wand ausgesucht (war wohl auch ein Käfer, aber er war klein und bewegte sich nicht) und habe drauf gestarrt und gestarrt. Nur nicht umsehen, war die Devise und das nächste Mal mach´ ich einfach ins Meer. So!

Noch mal zu dem Kartoffelsalat. Es ist echt witzig, dass die Thailänder immer wollen, dass man alle ihre Köstlichkeiten probiert, und sehen diese auch noch so ekelig aus. Dabei wird man dann, wie bei einem wissenschaftlichen Experiment, genauestens beobachtet (in diesem Fall waren es an die 30 Augenpaare) und wenn man dann ruckartig die Luft einzieht, weil der Salat so scharf ist, dass sich die Löcher in den Socken zusammenziehen, dann brechen alle erstmal in minutenlanges Gelächer aus. Ab meisten freuen sie sich, wenn man weint, weil´s so scharf ist. Aber meinen Kartoffelsalat hat keiner angepackt :( Menno!

Die Kinder haben den Tag genossen wie sonst noch was. Tochter 1 hat sich gemütlich zurück gelehnt und getönt: „Ist das cool, wenn man einfach so abhängen kann und sich voll frisst!“ Das war uns ein bisschen peinlich, aber sie ist eben ein Spiegelbild der Eltern ;-) Gut, dass nur wenige des Deutschen mächtig waren. Nach dem super leckeren Essen wurde dann gebadet, Fußball gespielt oder eben abgehangen. Dann wurde nach einer Stunde wieder gegessen (Thais essen ständig), dann wieder gespielt oder geschlafen, dann wieder gegessen…. So ging es von 11.00 bis 18.00 Uhr.

Tochter 2 flüchtete oft vor ihren Fans, die sie doch sehr bedrängten und sie verbrachte die meiste Zeit auf der Schaukel oder beim Muscheln suchen. Sohn dagegen sonnte sich in seinem Ruhm und konnte gar nicht genug kriegen von den ganzen thailändischen Frauen (und Männern). Es ist aber auch wirklich unglaublich, was die ein TamTam mit diesem Kind veranstalten. Wenn der Arme mal zurück nach Deutschland kommen sollte, wird er wohl erstmal in eine tiefe Depression verfallen (wie wir alle :) weil ihm diese nette, offene Art einfach fehlen wird.

Am Ende gab es noch eine riesen Überraschung. Die Thai-Mitarbeiter haben heimlich eine Geburtstagstorte besorgt und der Tochter 1 zum Abschied ein dickes Ständchen gesungen. Die war ganz happy. Dabei war doch erst am nächsten Tag ihr Geburtstag…