Wir hatten unseren jährlichen Sportsday in der Schule. Nachdem im letzten Jahr nur Tochter 2 teilnehmen konnte und diese dann den halben Tag schmollend unter einem Baum verbrachte, konnte in diesem Jahr auch Tochter 1 mit machen – und die ging gleich ab, wie ein Zäpfchen. Was bei den kleineren noch eher lustige Spielchen sind, die den Sportsgeist wecken sollen, das entfacht bei den älteren Jahrgängen einen Kleinkrieg. Schon Wochen vorher wurde trainiert und die Kinder mussten sich festlegen, in welchen Disziplinen sie antreten wollen. Manche Sachen waren fix und zwischen anderen durfte mal wählen (z.B. Drei-Sprung oder Weit-Sprung, Kugelstossen oder -werfen, 400- oder 800-Meter Lauf)
Sogar Tochter 2 hatte in diesem Jahr einen riesen Spass und jeder sprach mich an: „Jaja, die Tochter 2. Wie sie da im letzten Jahr sass und immer nur bockig den Kopf schüttelte!“ Tja, damals sind ja sogar die engelsgleichen Worte ders Rektors an ihr abgeperlt… sie war von niemanden zum weitermachen zu bewegen. Wir sind dann irgendwann gegangen. Aber es war ja auch verständlich… denn schliesslich verstand sie kein Wort. Wir waren gerade mal 2 Wochen hier.
Auf Tochter 1 brauchte niemand einreden. Sie war so motiviert und gespannt wie ein Flitzebogen. Es hat ihr einen grossen Spass gemacht und am Ende wurde sie mit einem zweiten Platz beim 100-m-Lauf und beim 400-m-Lauf belohnt. Ein paar Tränchen gab´s weil die Medallien nur aus Plastik waren und man nur für die ersten drei Plätze in der Gesamtwertung eine „richtige“ Medallie bekam. Aber wir sind ja im nächsten Jahr auch wieder dabei… dann mit unserer „Dreisprung- Hoffung“ mit Namen Sohn (der geht nicht mehr, sondern hüpft nur noch *danke, A. ;-)*… oder er düst auf seinem Like-a-bike durch die Gegend