Thaimo’s Weblog

chaotisches, deutsches Familienleben in Thailand :)

Die Schlange Januar 30, 2008

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die tapferen Helden samt Opfer

Sie war so schoen. Roter Nacken, grauer Koerper aber giftig – nicht unbedingt toedlich, aber wer will das schon ausprobieren. Ihr Name „Redneck-irgendwiewas“ und ihr wurde zum Verhaengnis, dass sie sich in unseren Garten verirrte. Waehrend unser Kaffeebesuch sich auf die Bierbaenke rettete, liefen die Kinder aufgeregt umher. Auch mein Gatte stand auf der Bank… by the way. Foto gefaellig? Gerne per mail :)

Der hinzu gerufene thailaendische Sicherheitsoffizier, der zu unserer Sicherheit eingestellt wurde, kam auch sofort… bis zum Gartenzaun. Als er dann bemerkte, welcher Art sich unser Problem gestaltete lief er weg. ER LIEF EINFACH WEG!!! Ich lief hinterher. Ich lamentierte und schaffte es tatsaechlich, ihn unter einem englischen mit thailaendischen Fetzen versehenen Wortschwall wieder zum Zaun zu bewegen. Da bin ich ja ganz Loewenmutter. Schliesslich waren meine Kinder in Gefahr (waehrend meine Gatte mit einem Besenstiel in dem Loch rumstocherte, in dem die Schlange verschwand… ein Zipfel guckte noch raus – ich wuenschte ihn zurueck auf die Bierbank)

Doch am Zaun machte der Schutzmann wieder kehrt. Na, danke auch! Ich lief zu meiner thailaendischen Nachbarin (die schon unzaehlige Schlangen tot geschlagen hatte) und die sagte, dass sei ja sonnenklar, dass der abhaut, weil die Thais Schlangen nicht moegen (irgendwas mit boesen Geistern, wenn man die Schlange dann toeten muss… ich hab’s nicht richtig verstanden). Och, sach bloss! Ich mag aber Schlangen auch nicht wirklich! Und jetzt? „Burmesen!“ sagt sie darauf nur. OK!

Also, raus auf die Strasse und den erst besten Burmesen geschnappt. Die kamen dann zu zweit. Schlange aufgestoebert, raus aus dem Loch, tot geschlagen, Kaffeenachmittag geretten. Wie wenn sie nie was anderes tun wuerden. Die leben ja wirklich noch im Einklang mit der Natur :-) Nicht so wie wir „aaaaaaaaahhh, Hilfe eine Schlange/Kakerlake/….“ Wie peinlich fuer uns!!!

Wir haben den Burmesen ein ordentliches Trinkgeld gegeben. Waren wir doch froh, dass nicht erneut ein Mitglied unserer Familie von einer Schlange gebissen werden konnte. Auf dem Foto sieht man die Burmesen im uebrigen noch mit ihrem Handwerkszeug stehen. Mit meiner (!!!) Grillzange haben sie die arme Schlange aus dem Loch gepuhlt und sie schliesslich mit dem Strassenbesen erschlagen. Mhhh, lecker Barbeque!!!

 

Immer Aerger mit dem Personal ;-) Januar 30, 2008

Gespeichert unter: Auswandern, Deutsche im Ausland, Expat, Familie, Thailand — thaimo @ 5:50

Manikuere, Paedikuere danach Shoppen. Wenn die Zeit reicht eine Runde Golf, bevor man schnell die Kinder von der Schule abholt (um den Schein zu waren), die Kinder der Nanny uebergibt, um dann noch schnell ins Fitness-Studio zu schluepfen. Kommt man dann abends geschafft heim, schlafen die Kleinen schon (wenn man mag, streichelt man sie noch kurz) und man kann rasten fuer den Segeltoern am naechsten morgen. Da muss man schliesslich frueh raus, denn das Sektfruehstueck beginnt ja schon um 8.00 (um acht?????????). Gut, dass der Fahrer die Kinder in die Schule bringen kann, denn sonst wuerde man ja zu spaet… S T O P ! ! !

So stellen sich die meisten wohl unser Leben hier vor. Und recht habt Ihr! Manche Frauen hier froenen tatsaechlich diesen Lebensstil. ICH UND MEINE FREUNDINNEN ABER NICHT. Das will ich hier mal klarstellen. Wir gehen ALLE (zumindest teilzeit) arbeiten und tun was fuer unsere Golfstunden *kicher*. Ach, ne! Ich ja nicht! Ich tu was fuer meine Schwimmstunden :)

Aber im Ernst. Fuehrt man hier sein gewoehntes euopaeisches Leben weiter wie gehabt; das beinhaltet: man fuettert seine Kinder noch selbst, weckt sie morgens mit einer Kuschelrunde, zieht sie an, fruehstueckt im Kreise der Familien, bringt sie zur Schule, trocknet selbst Traenen, wenn sie gefallen sind, holt sie von der Schule ab, bringt sie zum Schwimmen (wahlweise ersetzbar durch: Kickboxen, Fussball, Tennis, Ballet), kocht (oder bestellt) selbst das Abendbrot, geht Lebensmittel einkaufen (und riecht wie die Frau in der Werbung an den Orangen, die ja fuer ihre Familie NUR DAS BESTE auswaehlt – war die Alte von Granini oder nimm-zwei?), kocht den Kindern Tee, wenn sie wollen, oder Kakao, bringt sie eigenhaendig (vielleicht noch mit Unterstuetzung vom Papa) ins Bett, ist zu Hause, wenn sie nachts wach werden und schickt nicht die Maid des nachts zu dem schreienden Kind (weil man einen dicken Kopp vom Saufen am gestrigen Abend hat). Fuehrt man also sein gewohntes europaeisches, verantwortungsbewusstes *strunz* Leben hier weiter… ist es extrem anstrengend. Weil:

  • man sich bei der Hitze keine 2 Meter ohne Herzkranzverengung bewegen kann
  • einem die Sonne den Verstand wegbrunzelt, wenn man auf einem weitlaeufigen Spielplatz hinter einem Dreijaehrigen und seiner nicht minder aktiven Freundin herjagen muss (Scheisse, wenn sie dazu noch in zwei verschiedene Richtungen laufen)
  • sich soziales Miteinander (mit anderen Muettern) auf 60 Minuten beim Kinder bringen und abholen reduziert (weil alle so weit voneinander entfernt wohnen)
  • einem einfaellt, dass man die Milch vergessen hat und dazu eine Stunde im Stau steht (eine Richtung) der sich nie aufzuloesen scheint… „wo kommen denn die ganzen Autos her“ O-Ton meines Vaters, bei seinem ersten Thailandbesuch
  • ueberall und nirgends Pools, Straende, Teiche und Baechlein auftauchen und man wirklich kein Kind auch nur eine Sekunde aus den Augen lassen kann
  • man selbst in seinem Garten staendig in der Panik lebt, dass ein ungebetener Gast auftauchen kann (Palette geht von bissigem Strassenkoeter, ueber Schlange (die schon in der Kuech war), bis hin zu ungeliebten Nachbarn ;-)
  • man die Kinder nicht mal eben so zum spielen nach draussen schicken kann. Man kann auch nicht sagen „benutzt den Buergersteig“, denn es gibt hier keinen
  • und, und, und

Jetzt versteht man wohl, warum jeder Expat eine Maid, Nanny oder Haushaelterin hat.

Nur wir nicht.
Seit 2 Monaten.
Ich gehe am Stock.

Streichel’ mich mal wer ueber den Kopf!

Zwar kommt 2 mal in der Woche ein Putzservice in’s Haus (was ja schon mehr ist, als ich in Deutschland damals, jemals zu traeumen gewagt haette), aber immer wenn ich gerade im Buero bin. Weil den Putztrupp (meist 1-4 Leute) daher keiner „beobachten“ und „anweisen“ kann, machen sie nur das, wo sie Bock drauf haben. Auf Fenster putzen haben sie schon mal gaaaaaaaaaaaaaar keinen Bock. Auf meine Frage, warum sie die nicht putzen: „Angst fallen raus“. Ok, ich gebe die Verstaendnisvolle. Und was ist mit den ebenerdigen Terrassentueren im Erdgeschoss. „Angst vor Hund“ *heul* Ok!Ich mach’s selber.

Aber bitte, bitte hoert auf, die Kinderzimmer zu „reinigen“, in dem alle auffindbaren Kleinteile (nicht nur die auf dem Boden… auch was verwaist in Schraenken, Ablagen etc. liegt) in Ziplock-Beutel gepackt werden. Die Zimmer sind zwar immer spitzen sauber, ohne ein Staubkruemmelchen (allerdings mit dreckigen Fenstern… egal!) aaaaaaaaaaaber: Unzaehlige kleine Tueten sind sauber in die Regale gestapelt. Darin befinden sich bunt gemischt Playmobilteile, Lego, Puzzleteile, alte Batterien, alte Zahnbuersten, Stueck Seife, ein Unterhoeschen… ach, und hier in der naechsten Tuete ein angefangener Lutschpinn, liebvoll in Zellophan verpackt, begleitet von einer Quartett-Karten (deren Brueder und Schwestern sind auf die anderen 55 Ziplock-Beutel verteilt). Ich krieg nen Foen. Das kostet mich Stunden, das wieder auseinander zu sortieren. LASST DOCH EINFACH ALLES LIEGEN. DIE KINDER UND ICH RAEUMEN ES SPAETER WEG. ES DARF AUCH RUHIG MAL EIN BISSCHEN SPIELZEUG AUF DEM REGAL/SCHREIBTISCH/KLO/… LIEGEN BLEIBEN!!! Ob ich tatsaechlich schreien soll… Ne, mach ich nicht. Aber ich habe langsam keine Beutel mehr zum Einfrieren.

Ich warte bis Freitag. Dann faengt die neue an. Khun Kob!!! Ich hoffe sie kommt. Ihre Vorgaengerin (stellte sich Weihnachten kurz vor, war nett, sprach ein bissl englisch… die nehmen wir!) tauchte am 1. Januar erst gar nicht auf (trotz Moerdergehalt und moerdernetter Familie, die wir ja nun mal sind) und sie selbst, die eigentlich schon letzte Woche anfangen wollte, wird hoffentlich diese Woche ueberhaupt erscheinen. Freitag morgen 7.00 Uhr.

ICH BRAUCHE WIRKLICH HILFE!!!

 

Der Zahnarzt Januar 26, 2008

Gespeichert unter: Medizin, Thailand — thaimo @ 1:57

In den ersten 33 Jahren meines Lebens hatte ich genau 2 Zahnaerzte. Der erste war ein Schlaechter (mein hoffentlich mitlesender Bruder wird an dieser Stelle zustimmend und rythmisch mit dem Kopf nicken – kannst jetzt wieder aufhoeren :) und er hat mich gequaelt. Hinzu kam, dass er mich nicht leiden konnte. Seit dem Tag an dem er mich von 4 Arzthelferinnen fest halten liess, mir eine Maulsperre verpasste, meine Mutter aus dem Behandlungszimmer schickte und mich trotzdem nicht behandeln konnte. Ich glaube ich war da 4. Er hat mich als „unbehandelbar“ wieder nach Hause geschickt. Was das fuer einen seelischen Schaden angerichtet hat, sehen wir ja jetzt. ARSCHLOCH!

Ich durfte den Zahnarzt aber nicht wechseln. Meine Mutter fand ihn ganz toll und er war so etwas wie ein Freund der Familie. Mit 18 (nach 14 Jahren Maerthyrum) war ich mal ganz frech und wechselte zum Zahnarzt meines Vaters. Mei, war das ein lieber Mann. Er hat mir alles erklaert, mich sogar mal Sachen gefragt, mit mir gefuehlt, Scherzchen gemacht (ne, eigentlich habe ich Scherze gemacht, aber er hat wenigsten dazu gelacht.) Ich fuehlte mich so sicher, wie in Abrahams Schoss.

Irgendwann zog ich in eine andere Stadt, nur 380 km entfernt. Ach, die faehrt man ja gerne, wenn man jemandem vertraut. Und er sagte immer zu mir, ich sei seine entfernteste Patientin… achja, aber doch im Herzen so nah (das sagte er nicht, hab ich jetzt nur mal vollendet, weil’s sich so schoen anhoert).
Leider liegen nun zwischen ihm und mir schlappe 10.000 Kilometer… oder wieviel? Wer weiss es? Kein Ahnung. Egal! Aber das ist selbst mir zu viel.

Zu viel ist mir aber auch, dass ich nun in zwei Jahren schon vier Zahnaertzte auf dieser Insel durch habe (also medizintechnisch) und staendig vom Regen in die Traufe gerate. Neuste Begebenheit: die alten Kronen muessen raus, Wurzelbehandlung, neue Kronen drauf. Auch in Thailand kein finanzieller Pappenspiel. Mein Ex-Zahnarzt dachte aber, er koennte so einen richtigen Reibach machen. Ich habe ihn verlassen – nicht ohne ihm zu sagen, dass ich ihn mir nicht leisten kann. Die Kinder darf er aber weiter behandeln. Die finden toll, dass man bei ihm im Stuhl mitgebrachte DVDs anschauen kann. Wahrscheinlich waren die DVD-Spieler so teuer… Trotz allem: Lene sagt von ihm „das ist der beste Zahnarzt auf der Welt!“ Lana hat mir dann einen, in ihren Augen, guten Arzt fuer mich empfohlen.

Leider hatte Lanas Arzt keine Zeit, so kam ich zu dem Kollegen. Da haette ich wohl schon abhauen sollen. Aber ich war vertrauenswuerdig. Hereingeschritten kam ein netter Typ, kaum Mitte zwanzig, der sagte, er wuerde mir jetzt die Kronen entfernen und die Wurzelbehandlung wuerde dann der Spezialist fuer Wurzelbehandlung in der naechsten Woche machen. Och, noe, ne? Das ist auch so ein typisches Thailand-Ding. Hier gibt es keinen Zahnarzt, der alles kann. Also mein supidupi Zahnarzt macht Klammern, Fuellungen, Wurzelbehandlungen, Zaehne ziehen, Bleaching, Kronen, Bruecken… die ganze Palette. Ein Allround-Talent oder einfach in Deutschland so ueblich? Hier hat jeder Arbeitsschritt seinen Spezialisten. Selbst in den kleinen Dentalclinicen ist das sol. Da wartet man manches mal 2 Wochen auf eine Wurzelfuellung, weil der Spezialist eigentlich in Bangkok arbeitet, und nur alle 14 Tage fuer einen Tag nach Phuket kommt. Und, sorry, he is fully booked. Ist doch doof.

Aber jetzt sass ich in dem Stuhl des „Kronen-Entfernungs-Spezialisten“ Egal. Das wird schon. Aber was ist das denn fuer ein fieses Geraet, was er da in der Hand haelt? Sieht aus wie ein kleiner Wagenheber? Das soll doch wohl nicht in meinen Mund? Und schon ist es drin! Ich krieg gleich ne Panikattacke… Er schiebt meine Kauleisten auseinander. Ich kriege Beklemmungen, oeffne den Mund weiter und er nutzt die Chance und sperrt meinen Mund mit diesem, diesem Dings. Ich zappel, schwitze, schlage rum… und er laechelt (ganz Thai) und nimmt es raus. Ich motz ihn an, dass er das ja nicht wieder machen soll. Ich bin keine 4 Jahre und ich mach ja schon den Mund auf, wenn er sagt „open“. Weg damit! Hat er auch gemacht. Nicht ohne die Arzthelferin hilflos anzulaecheln. Die laechelt noch hilfloser zurueck und gedacht haben sie beide: „…die bescheuerten Auslaender. Die haben garantiert einen an der Kappe!“

Herangeschwebt kommt stattdessen *taetaeraetaea“ kleiner Tusch* ein gruenes OP Tuch mit einer kleinen quadratischen Aussparung drin – etwa so gross wie mein aufgesperrter Mund. OK?! Ist es jetzt soweit? Steht es wirklich so schlimm um meine Zaehne? Was wird hier verdeckt? Doch wohl nicht… nein, nicht!!! Meine Augen! Ich glaub ich spinn. Ich fang schon wieder an zu schwitzen und zippel an dem Tuch rum, um wieder freie Sicht herzustellen. Da seh ich schon die Spritze! Haette ich ihn die ganze Zeit beobachten koennen, waere ich ja gar nicht so geschockt gewesen. Aber so… ich war ein einziges Nervenbuendel. Da sagt der Arsch doch zu mir: „Relax, relax!“ Aber sonst hat der kein Problem. Mit Maulsperre im Mund und abgedeckten Augen verlangt der noch von seinen Patienten, dass sie sich entspannen. Der spinnt doch!

Ich hab ihn seine Arbeit fertig machen lassen, und bin dazu uebergegangen seine Arzthelferin (die garantiert vorher noch beim Big C an der Kasse gestanden hat und Barcodes ueber den Scanner „geruettelt“ hat) als Arzthelferin auszubilden. Die hat immer genau da gesaugt, wo gar nix zu saugen war. Ich hatte das Blut-Spucke-Gemisch bis sonst wo stehen und die hat wahrscheinlich beim Saugen die genial geschlossene Oberflaeche ihres neuen Nagellacks betrachtet. Ich hab so was wirklich noch nie, nie, nie getan: ich habe ihr den Sauger aus der Hand genommen und selbst gesaugt. Der Sauger war, nebenbei bemerkt, aber auch richtig kacke. So ein kleiner, pieksiger… Oh, Mann! Ich will nach Hause. Ich will wieder zu MEINEM ZAHNARZT. Der hatte immer zwei Sauger (solche, die man einfach nur reinhaengt und die gar nicht unangenehme sind, mit grossen Koepfen) und so tolle Arzthelferinnen, bei denen man nicht alle 60 Sekunden aus dem Stuhl hochschnellte und das Gefuehl hatte zu ersticken. Mann, die haben mir meine Zunge so lange vor’s Zaepfchen geschoben, dass ich dachte mein Fruehstueck kommt gleich raus. Dem Arzt haette ich’s gegoennt. So ein Doofmann.

Ich will nach Hause. Ich will zu meiner Mama!

Ich war nach 2 Stunden speichelbespritzt und leichenblass wieder draussen. Die provisorischen Kronen sassen und ich war happy. Das schlimmste schien ueberstanden. Einen Tag spaeter… ich kau genuesslich „roll ups“ (soll man nicht mit Provisorien, ich weiss…) und beiss auf was hartes. Oh, je. Meine Krone. Ich ruf bei dem Arzt an und frage ob ich kommen kann, damit die Krone schnell wieder angeklebt werden kann. „Nein, heute nicht, aber am Mittwoch!“ Aeh, hallo? Das sind 5 Tage!!! Ich kann nix essen, es ziept beim Luftholen und Trinken. Aber sonst geht’s? Ja, da sei leider nix zu machen. Ok, sag ich, dann geh ich zu einem anderen Zahnarzt, der kann ja dann auch gleich die Wurzelbehandlung weitermachen (falls denn auch der Spezialist gerade da ist) und mir schoene neue Kronen anfertigen. Ploetzlich konnte ich doch kommen und es war so ein bisschen das Gefuehl der Genugtuun, als meine 3 Kinder in der 30 minuetigen Wartezeit die Praxis auseinander genommen haben und sich schliesslich im Behandlungszimmer ausgiebig ueber das bescheuerte OP-Tuch lustig gemacht haben, dass mir wieder ueber das Gesicht gelegt wurde… wohl bemerkt: zum Zahn ankleben!!!

Das Dschungelcamp ist nichts dagegen…

 

Da bin ich aber froh… Januar 25, 2008

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Tochter 2 (5 Jahre) steht am Pool und schreit: „Wow, guck mal Mama, was der Sohn (3 Jahre) gerade gemacht hat!“ „Ja, was denn?“ japse ich und sammel weiter Waeschestuecke, die strategisch durch’s Haus verteilt wurden, auf.

„Der Sohn ist von der Treppe bis zum Garten geschwommen ohne zu ertrinken!“

„Da bin ich aber froh!“

 

Wir tragen jetzt pink… Januar 23, 2008

Gespeichert unter: Deutsche im Ausland, Thailand — thaimo @ 12:06
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Nachdem der thailaendische Koenig aus dem Krankenhaus entlassen wurde und dabei einen pinken Blazer trug, traegt Thailand jetzt pink. Die gelben „long live the King“ Plastik-Armbaendchen (die Lance Armstrong bei uns so populaer machte) sind nun pink und drauf steht „do good for our king“. In den Supermaerkten und Kaufhaeusern dominieren pinke Poloshirts mit koeniglichem Wappen und als ich heute shoppen war, traf mich doch der Schlag… sogar von meiner Lieblingsmarke kann man nun pinke Polohemden mit koeniglichem Emblem kaufen. Und…. ich hab’s getan. Es sah irgendwie cool aus und ich dachte ich tu meinen Kollegen mal einen Gefallen. Am Montag werden sie alle „Ah“ und „Oh“ rufen, wenn ich reinkomme.

Oder auch nicht, denn gerade kommt meine Tochter um die Ecke gebogen und liest mit… Sie meint nur: „Ne, wir tragen jetzt schwarz, Mama!“ Warum? „Weil die Schwester des Koenigs gestorben ist!“ sagt sie mit dem „mann-du-kriegst-aber-auch-gar-nix-mit-Blick“ Tja, dann…. pinkes Polohemd wieder in den Schrank gestopft und am Montag ist Schleier angesagt, oder wie? Ach, vielleicht sollte man doch bei seinen Leisten bleiben und seine eigene Kultur pflegen. Also trauern, dass Heath Ledger gestorben… das mach ich jetzt und ich trag pink. Fuer ihn!

 

Familybusiness – wir spielen jetzt Golf :) Januar 20, 2008

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Nach dem ich mich eine sehr lange Zeit strikt geweigert habe Golfstunden zu nehmen, wurde nun ein anderes Familienmitglied auserkoren auf den Spuren des Tiger Woods zu wandeln. Mein Gatte (nun schon des laengeren als „Schniedel Woods“ bekannt), hat es sich nun auf die Fahne geschrieben, bei seiner Tochter die Liebe fuer „seinen Sport“ zu entflammen. Alles reiner Eigennutz, denke ich, damit er nicht jeden Sonntag im Morgengrauen alleine auf der Drivingranch steht ;)

Unser erstes gemeinsames Golferlebnis hatte ER ja nie ganz verkraftet. Nach dem ER, durch monatelanges Training endlich die „Platzreife“ erlangt hatte, erklaerte ich mich bereit, ihn auf eine Runde zu begleiten. Spielen wollte ich nicht. Ich wollte laufen. Kilometerweit, mit unverbauter Fernsicht, kuehlendem Meereswind im Haar und der tropischen Sonne auf der Haut… uahhhhhhh! Wie geil!

Ich habe dann doch gespielt. Unter den kritischen Augen meines Mannes, der natuerlich sofort begann meine Stellung, Schwung und sonst noch was zu korrigieren. Ich verbat mir das und heuerte statt dessen meinen Caddy als Personalcoach an. Ich habe 10 Baelle auf der Drivingranch geschlagen, die laut des sehr routinierten Golfspielers neben mir (zumindest sah er sehr routiniert aus und hatte echt schicke, teure Klamotten an) „nicht schlecht“ waren und dann wagte ich mich auf den Platz. Allerdings musste ich mich noch vorher umziehen, weil mein ultracooles T-Shirt keinen Polokragen hatte. HALLLOOOOO???!!!! Spiel ich nun Golf oder Polo? Egal, ich ergab mich murrend der Kleiderordnung und kaufte ein aermelloses Polo-Shirt. Das schenk ich im uebrigen meiner Mum, wenn sie zu Besuch kommt. Ich seh dadrin ja vielleicht so was von bescheuert aus…

Die ersten Schlaege waren etwas krampfig und ich kam mir so „beobachtet“ vor („…ach, Schatz. Dat meinze nur!). Aber ich war gar nicht viel schlechter, als mein wohl trainierter Mann, was ihn wohl sehr wurmte. An einer wirklich schwierigen Stelle flog mein Ball einen unglaublich schoenen perfekten Bogen und man hoerte ihn geradezu durch die Luft sausen. Er ploppte elegant auf’s Gruen und rollte bis er 15 Meter vor dem Loch liegen blieb. Das war bis dahin mein bester, mein allerbester Ball. Ich war ja so stolz. Mein Gatte, der mit dem Ruecken zu mir stand drehte sich langsam um und sah mich scharf an. Ich grinse selbstzufrieden. „Hast Du den geworfen?“ fragt er. Ich schaue unschuldig und verneine. Darauf wendet er sich doch tatsaechlich an meinen Caddy „Hat sie den geworfen?“ Die Frau laechelt (wie Thais es immer tun, wenn sie sich ertappt oder peinlich beruehrt fuehlen) und sagt schuechtern: „Nein, hat sie nicht!“ Ich raffe mein Zeugs zusammen und stolziere davon. Im Umdrehen hoere ich ihn noch murmeln: „Und Du hast ihn doch geworfen. Das ist doch bloed. Das ist kein Golf!“ Natuerlich habe ich ihn geworfen. Habe nicht umsonst 20 Jahre Handball gespielt, hehehe.

Meine Oma sagt immer, ein Spiel bei dem man nicht schummelt, sei ja gar kein richtiges Spiel. Recht hat sie. Mein Caddy und ich hatten auf jeden Fall einen Heidenspass und im Gegensatz zu meinem Mann, ist keiner meiner Baelle in den Bunker oder im Wasser gelandet. Also, wer ist hier der supidupi Golfspieler? Nach meinem grossartigen Erfolg (hatte auf 9 Loechern nur 2 Baelle mehr als mein Mann) habe ich allerdings meine vielversprechende Karriere erstmal auf Eis gelegt. Ich foerdere jetzt unsere 8jaehrige Tochter. Die hat mehr Spass dran als ich und bei ihr besteht auch noch die Chance mal einen Menge Geld damit zu verdienenen. Ich bin schon zu alt… aber ich kann ja jetzt immer mit den beiden mit-spazieren… und wenn ER mal nicht guckt, dann SCHMEISS ich nochmal ein paar Baelle rum (damit meine Tochter gut dasteht :), um alle Golfer die grade gucken so richtig wuetend zu machen, hihihihi.

 

Eine List – was man doch so vermisst Januar 17, 2008

Gespeichert unter: Auswandern — thaimo @ 2:59
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Lana ist ein Schreiber. Sie schreibt einen Blog und fuer die Zeitung, fuer Magazine und sonst noch was. Sie ist ein Profi. Lana macht immer Listen, alle paar Wochen eine, ueber Dinge, die ihr einfach so in den Sinn kommen – auch wenn sie zusammen genommen keinen Sinn machen. Das mach ich jetzt auch und habe mit Erschrecken festgestellt, dass sich meine Listen meist um meine Wurzeln drehen… und ich mich um mich selbst *lach*, aber lest selbst:

Jager Tee

Friseur Bredtmann in Wuppertal

Schals und Muetzen

Flokatiteppich, zum barfuss eingraben

Strickpullis

heisse Milch mit Honig

hustende Kinder

kalte Fuesse

verhangener Himmel mit MatschePampeWetter

Erbsensuppe mit Einlage

die grosse Samstagabendshow (welche isses denn grade)

Monitor, Polit-Talk und Nachrichten

gute Nachbarschaft

Teamwork

Sportvereine

lange Spaziergaenge

Sauf-Weekend mit Lara und Dani in Koeln

Trainingslager

Amsterdam

Schottland

mein erstes Auto (ein gruener Opel Monza *schuettel*)_\

Orangensaft mit Fruchtfleisch in Autos schuetten

Boogies

KARNEVAL (nein, ich will gar nicht wissen wohin und als was ihr alle geht) oder FASNET

mexikanisches Essen und Happyhour (davor und danach)

quitschende Holztreppen in alten Haeusern

Parkplatzsuche

tolle Spielzeuglaeden, in denen ich nix kaufen kann, weil alles so teuer ist

Tanjas Haare

Schnee

Strand

nackige Busen

nach dem Weg fragen

schlafen

singen

Tankstelle

H2O in Remscheid

Strandbaeder

Maerchenwald

Klettertouren

Talsperren

Stromleitung und Hochspannungsmasten

Flughafen

Internet

frische Broetchen

Architektur

Grosse Staedte

Eisenbahn fahren

 

auf zu neuen Ufern Januar 12, 2008

Gespeichert unter: Auswandern — thaimo @ 8:35

Als wir uns damals, vor nun mehr 2 Jahren, auf zu neuen Ufern machten, waren unsere Gefuehle hin und hergerissen. So zwischen Euphorie, Groessenwahn, Angst, Freude, Nervenkitzel… ach, es war einfach ein unglaubliches Gefuehl. Von unseren Mitmenschen bekamen wir neben wohlgemeinten Ratschlaegen und guten Wuenschen fuer die Zukunft, mit unter auch derbe Sachen an den Kopf geknallt. Von „wie koennt ihr das euren Kindern antun!“ ueber „…ja und was ist mit den Kindern?“ (Andi sagte damals: „Warum hast Du nicht gesagt, ‘Die? Die kommen ins Heim. Die stoeren da doch bloss!’ „) bis hin zu einem fies hingegrinsten „aaaaaaaaach, schon wieder zurueck! War wohl nicht so toll, mh?“ (in unserem 1. Heimaturlaub in Deutschland). Viele hielten uns auch einfach nur fuer verrueckt oder verantwortungslos.

Von Familie und Freunden haben wir immer nur positives Feedback erhalten, wenn auch manche erst belabert werden mussten. Und wenn dann doch mal Zweifel aufkamen, war immer einer da der sagte: „Mensch, was fuer eine geile Erfahrung. Das nimmt Euch keiner… das wird schon… etc.“ Viele Durchhalteparolen also.

Allerdings gab es eben auch die „fiesen“, die uns anlaechelten und und sich dabei wuenschten, wir wuerden Schiffbruch erleiden und in 8 Monaten wieder vor der Tuere stehen. Die neidischen, die schon immer mal gerne „so was“machen wollten, sich aber nie trauten. Die, die uns anstarrten auf dem Spielplatz und ansprachen: „Entschuldigen sie, sind sie „die und die“ Familie? Wie koennen sie nur? Wir waren im Urlaub auf Phuket und unsere Kinder fanden es furchtbar. Da ist es doch total dreckig“.

Jetzt bin ich auch eine von den „fiesen“. Ich starre nicht, ich spreche nicht, aber ich bin so schrecklich neidisch. Meine Nachbarin packt gerade. Riesige Umzugswagen stehen in unserer Strasse und ich koennte heulen, wenn ich nur ruebergucke. 20 orange gekleidete Maenner packen alles ein, was nicht niet- und nagelfest ist. Die Kinder, sonst eine wilde Horde, sind vor lauter Aufregung ganz ruhig und sitzen auf dem verbliebenen Sofa und gucken ganz lieb Fernsehn.

Eigentlich hatten wir nicht viel gemein. Ein paar Grillabende, die Kinder spielten ab und an mal miteinander. Aber immer wenn wir uns trafen war es schoen. Sie geht mit Mann, Katze, Hund und den fuenf Kindern zurueck nach Kapstadt. Was fuer eine Sauerei. Da wollte ich immer schon mal hin. Ich trau mich nur nicht. Ich bin so neidisch. Kapstadt ist viel, viel toller als Phuket und ich will, dass sie in 6 Monaten wieder hier ist und sich geirrt hat. Ich will, dass sie sagt: „Jaja, Kapstadt ist nett, aber Phuket ist viel toller. Das ist hier das tollste Fleckchen Erde unter der Sonne!“

Ich habe ihr das geilste Bildband von Thailand gekauft, das ich finden konnte und ich will dass sie heult, wenn sie es anschaut. Sie soll sich schuetteln vor Traenen. Als ich’s ihr eben gebracht hat, hat sie schon mal angefangen :) ach, wie bin ich doch ‘ne Fiese!!! Und ausserdem habe ich die supertraurigste Widmung reingeschrieben, die ich mir ueberhaupt nur ausdenken konnte… ich bin eben RICHTIG fies

 

Chirugie-Abo Januar 11, 2008

Gespeichert unter: Familie, Thailand — thaimo @ 3:17
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Ich geb meinen Kinder keinen Zucker mehr…

Nach dem sie gestern aus Deutschland importierte CDs mit „Karlson vom Dach“ angeschaut haben und sich meterweise „Roll-ups“ reingeschoben haben, ist mir die zappelnde Tochter 2 noch vor dem Abendessen von der Bank gefallen und mit dem Hinterkopf auf einen Sims an der Hauswand geknallt. Blut ueberall! Tochter 1 hat Arnikakugeln geholt, Khun Riem (die gerade Thaifood geliefert hat) hat nur geschrien: „Blut, Blut, Blut!“ und ich habe unseren Nachbarn geholt. Der hat sich Sohn geschnappt und ich habe alles noetig zusammen gerafft und bin mal wieder ins Bangkok Phuket Hospital gefahren. Die Schwestern grinsen schon, als ich reinstuerme. „Ah, diffrent child?“ Ja, diesmal mit einem anderen Kind.

Da die Wunde am Hinterkopf war, habe ich nicht den plastischen Chirugen verlangt (dieser hatte vor Weihnachten unseren Sohn so wunderschoen zusammengenaeht). Es kam Heinz Heinerich, der Metzgers-Chirug. Der, der mir vor 6 Monaten die Brust aufschneiden wollte und von Krebs sprach, weil ich eine kleine Entzuendung in den Milchkanaelen hatte, die meine Gyn dann mit Antibiotika erfolgreich bekaempft hatte :( Ich hatte Angst um mein Kind!

Dann kamen auch gleich zwei Schwestern mit einer Stahltrage und Klettbaendern angelaufen. Hier in Thailand ist es ueblich Kinder, bei welcher Behandlung auch immer, zu fixieren. Ich bin darin schon geuebt und hab ganz ruhig gesagt: „No fixing!“ Da sie nicht stoppten wurde ich etwas aggressiver „NO FIXING. PUT THIS AWAY!“ Haben sie dann auch gemacht :)

Tochter 2 hat geweint bei den Spritzen, war aber ansonsten ganz tapfer… ich habe sie festgehalten und sie war gar nicht in der Lage den Kopf wegzuziehen oder nach jemanden zu schlagen oder gar wegzulaufen. Als der Sohn damals zwischen den Augen genaeht wurde, habe ich auch ihn gehalten. Die Schwestern standen schon mit einem grossen Handtuch bereit, um ihn komplett (mit Armen an den Koerper gepresst) einzuwickeln. Sohn’s Chirug war grossartig, geuebt im Umgang mit Kindern und hat eine tolle Arbeit gemacht. Tochter 2’s Naht sieht eher wie die eines gestopften Truthahns aus :)

Aber Gott sei Dank hat der Doktor keine Haare rasiert. Das war unsere groesste Sorge.

 

Theologen an die Front Januar 11, 2008

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Fragen die sich in einem katholisch/atheistischen Familienleben ergeben koennen

„Mama?“

„Ja, Lene!“

„Mama, ich frag’ mich schon die ganze Zeit… wo sind eigentlich die Dinosaurier in der Bibel?“

————————– lange Pause ——————-

„…frag den Papa!“

Und ich frag mich, ob ich dem Kind die Bibel, die es sich auf einem 2nd-handmarkt in Bangkok gekauft hat wieder abnehmen soll und ihr dafuer lieber „die kleine Geschichte der Zeit“ von Steven Hawkins in die Hand druecken soll. Irgendwie ist das alles logischer und verstaendlicher. Wer eine Antwort auf die Frage hat… bitte! Wir sind fuer Vorschlaege offen :)