Thaimo’s Weblog

chaotisches, deutsches Familienleben in Thailand :)

Tot ueber’m Zaun haengen April 12, 2008

Gespeichert unter: Neuseeland — thaimo @ 8:24 Uhr vormittags

Meine Freundin hat sich mit ihrem Mann ein Stueck Land (es ist kein Grundstueck, es ist richtiges, echtes LAND - so wahnsinnig viel ist es) in Neuseeland gekauft. Sie bat uns vor unserer Abreise, doch mal vorbei zu fahren und eine Nacht darauf zu campen, um die Aura zu erspueren und unsere Meinung abzugeben. Meinungen zum Beispiel, was fuer eine Art Haus und wo (?) (ja, ein Grundstueck kann tatsaechlich so gross sein, dass man sich ueberlegen muss, wo man baut… nicht wie hoch man bauen darf/kann, damit man moeglichst viele Quadratmeter Wohnflaeche zusammenbekommt) und ob ueberhaupt…

Das erste was wir sagten, als wir in die Strasse reinfuhren war: “Hier wollen wir doch noch nicht mal tot ueber dem Zaun haengen!” und als naechtes sahen wir das hier:

Wir mussten anhalten und uns erstmal auslachen, sonst haetten wir nicht weiterfahren koennen,

Die Aura allerdings war grossartig. Ein bemerkenswertes Fleckchen Erde, aber ausser einer schoen bemauerten staubigen Auffahrt auf einen einsamen Berg ist auf dem LAND noch nix zu sehen. Da muessen die aber mal voran machen mit den Bauarbeiten, denn ich komm doch naechsten Winter zum Skifahren. Queenstown scheint naemlich hier das boomende Ski-Mekka zu sein (nur coole Snowboarder und Maedchen mit hippen geflochtenen Pipi-Langstrumpf-Zoepfen) und ich koennte mir vorstellen, dass wenn es weiterhin so waechst, unsere Freundin nicht mehr 45 Autominuten von der naechsten zivilisierten Siedlung weg wohnt, sondern mitten drin im Ski-Zirkus. Ist doch cool. Ich mag mir aber nicht vorstellen, wie sie die Kinder bei starkem Schneefall von der Schule abzuholen gedenkt. Da muss wohl ein Hubschrauber-Landeplatz her (und ein Hubschrauber). Genug Platz haetten sie ja.

Die Nachbarn sind etwas… naja… seltsam! Einer verfolgte uns mit seinem Pickup und hielt uns an einer Kreuzung an (um uns rum nur Wiesen, Berge und Schafe). Er fragte, ob wir Lust haetten auf seinem Land zu campen, er koenne uns Wasser und auch was zu Essen geben. Ich bat Andi weiterzufahren, denn irgendwie sah der Typ so aus, als habe er das Schaf (und womoeglich noch andere Sachen) tot ueber den Zaun gehaengt. Er sagte er wolle nur 20 Dollar von uns, dann koenne er in den Pub. Ich sagte zum Andi, dass wir besser machen sollten, dass wir weiter kommen, ansonsten haengen wir fuenf morgen tot ueber’m Zaun. Habe wohl zu viel Shining und so’n Zeugs gelesen. Aber irgendwie hatte der Typ was unheimliches. So!

Campen konnten wir auf dem Land meiner Freundin Gott sei Dank nicht. Sehr gute Ausrede: Die Naechte sind tatsaechlich so furchtbar kalt und ohne Strom und Heizluefter nicht auszuhalten. Frage mich, wie die Typen nebenan im Zelt morgen frueh aussehen. Wie tiefgekuehlte Suppenhuehner, denke ich

 

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