Thaimo’s Weblog

chaotisches, deutsches Familienleben in Thailand :)

Doctor Fish – Garra Rufa September 23, 2009

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 5:55

Jetzt sind sie da.

Die Doktor Fische (nach dem ‘Penisfisch aus GA wundert uns ja gar nichts mehr!), die eigentlich Garra Rufa heissen. Manchmal heissen sie auch ‘Nibbel-Fisch’ (was ich persoenlich mit doppel P schreiben wuerde sehr zweideutig suess finde) oder ‘kleine Hautaerzte’. Die Fische stammen aus der Tuerkei und sie werden vornehmlich dazu verwendet, einem die Hornhaut von den Fuessen zu nagen. Hoert sich etwas ekelig und kitzelig an, muss aber ganz nett sein. Tja, ich selber habe es tatsaechlich noch nicht getan.

Dies hier sind nicht meine Fuesse

fishy

Vor dem Kinobesuch mit der Freundin waren noch 30 Minuten Zeit und Tochter1 konnte es nicht lassen. Schnell wurde die Freundin ueberredet und ein Kinderpreis ausgehandelt. Ganz mutig hingen die zwei ihre nackten Beine ins Becken. Nach 20 Minuten giggeln und kichern (muss schon sehr kitzeln) waren die Fuesse sanft und weich, wie die eines neugeborenen Babies. Bei 10jaehrige Kinderfuessen mutmasse ich mal, dass die Fische nicht besonders satt geworden sind, da die Fusssohlen nicht unbedingt von Hornhaut ueberwuchert sind… obwohl… bei dem ganzen ‘Flip Flop Gerenne’.

Soll ja auch gegen Schuppenflechte helfen. Bloed, dass sich meine Hautprobleme auf meiner Kopfhaut befinden. Aber vielleicht darf man ja mit Chlorbrille in dem Becken tauchen. Ob die Nibbel-Fische einem dann auch die Haare abfressen? Haar ist ja auch Horn. Zwar ein HornFaden (bestehend aus mehreren konzentrischen Zellschichten) und keine HornHaut… aber schmecken tut das bestimmt aehnlich. Ich probier’s mal ;-)

 

Ich bin eingebrochen September 17, 2009

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 3:20

Wir kamen gestern muede und fertig von einem Kindergeburtstag und wollten alle nur noch ins Bett. Fuer die Autofahrt, die sonst 15-20 Minuten in Anspruch nimmt haben wir fast eine Stunde gebraucht. Nicht wegen dem Verkehr, sondern weil meine Scheibenwischer ob dem ganzen Wasser, welches da von oben kam, total versagten.

Leider hatte jemand (ich guck jetzt keinen an) den Schluessel zu Hause liegen lassen und ein anderer jemand (ich guck die Maid an) hat abgeschlossen und sich verduennisiert, um mit Freundinnen einen Pizza-Abend zu verbringen. Da standen wir also gestern im heftigsten Monsum des Jahres vor unserer Haustuere und die war verschlossen. Es war kalt und bloed! Sohn 1 weinte jaemmerlich: „Miiiihiiiihiiiiii (ganz leise). Mir koennen nicht in unser Hauuuuuhuhuhus!“ Die Maedels waren unruhig aber nicht panisch. Es war stockdunkel und der Himmel hatte sich aufgetan, um den fettesten Regenguss ueber Phuket zu ergiessen, den ich je, mich draussen befindend, erlebt hatte.

Da unsere Maid ihren Ersatzschluessel fuer das Haus in ihrem Zimmer aufbewahrt, welches mit eigener Eingangstuer gleich neben der Haus-Eingangstuere liegt, lag es nahe, ihre Tuere einzutreten und nicht meine. Wohl entschied ich mich auch fuer ihre Tuere, weil ich etwas angesaeuert war, dass sie abgehauen war, ohne mal einen Ton zu sagen auch dann auch noch alles verrammelt und verriegelt. Selbst unser ‘Not-Einstieg’, das Klofenster, war ausnahmsweise mal verschlossen. Ich habe die Maid natuerlich vorher um Erlaubnis fuer das Tuereintreten gefragt und sie hatte nicht dagegen ;-) Zu dem ist die Haustuere teurer, als die Maid-Room-Tuere und das ganze war auch ein realistischer Kosten-Nutzen-Abgleich.

Ich musste nur dreimal treten, dann krachte das Schloss. Mann, hab’ ich mich gut gefuehlt. Die Kinder waren TOTAL begeistert und jubelten. Ich sagte dann, dass ich ja jetzt auch bei der Hong Kong Police anfangen koennte zu arbeiten, wobei Tochter 1 nur mitleidig meinte: „Mama, da muss an ein bisschen mehr drauf haben, als nur Tueren eintreten!“ Aber cool fand sie mich trotzdem ein bisschen. YEAH!

Dann standen wir also im Maid-Room und ich war etwas geschockt. Seit ungefaehr 1,5 Jahren habe ich diesen Raum nicht mehr betreten, da unsere Maid ihre eigene kleine Privatsphaere geniesst. Tochter 1 guckte sich unglaeubig um und sagte: „Waaaaahnsinn. Mama! Die sammelt ja unseren ganzen Muell!“ Und tatsaechlich standen da ausrangierte Abspielgeraete (DVD, Kassettenrecorder, etc.), Schminkkoepfe, Boardgames, Regale… ach, weiss der Geier, was ich so in den letzten Monaten alles los werden wollte (und leider nicht verkaufen konnte, weil es hier keine Secondhand Maerkte gibt – ich uebergebe solche Sachen immer meiner Maid mit den Worten, dass sie sicherlich jemanden kenne, der das noch gebrauchen koennte… dass sie das alles selber hortet, haette ich nicht gedacht)

Ich habe schnell den Schluessel gesucht, dann habe ich die Kinder rausgescheucht (die immer noch standen und starrten) und wir sind in’s warme trockene Haus (ja, tatsaechlich kann man hier in der Regenzeit auch schon mal ganz schoen doll frieren, wenn einen ein Schauer erwischt und sich die Sonne bereits schlafen gelegt hat). Was fuer ein aufregender Tag. Ich bewerb mich jetzt doch mal bei der Hong Kong Police. Will ich doch mal wissen, was man da sonst noch so drauf haben muss ;-)

 

The Notebook September 6, 2009

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 9:24

Ich bin literarisch nicht so sehr bewandert, als dass ich hier Buchbesprechungen veroeffentlichen moechte… aber:

Vorgestern habe ich auf dem Crosstrainer 15 Minuten geheult.
Gestern beim laufen noch mal 15 Minuten. Beim Autofahren staendig Traenen weggeblinzelt… und immer noch ganz gelaeutert, gefangen, irgendwie besetzt im Kopf, aber das ist es glaube ich, was ein gutes Buch mit einem tun muss, um gut zu sein.

Heute habe ich es dann endlich zu Ende hoeren koennen. Das Audiobook, welches ich mir eigentlich fuer meinen Deutschland-Urlaub in Englischer Sprache gekauft hatte (um nix zu verlernen). Ich habe Millionen Seufzer ausgestossen, musste manchmal zum seufzten sogar ‘Pause’ druecken, zig Gaensehaeute ueberlebt und bin oft verwirrt angestarrt worden :) Was fuer eine wunderschoene Geschichte, die mich irgendwie an meine Grosseltern erinnert. Irgendwie passte alles. Die Geschichte, der Vorleser (den ich jetzt gerne mal kennenlernen wuerde, weil er so schoene Sachen vorgelesen hat) und meine Stimmung wohl auch :)

Wer ‘nach’lesen oder hoeren mag: The Notebook by Nicolas Sparks. (Nicht davon irritieren lassen, das der Typ auch „Message in a bottle“ geschrieben hat. Den Film fand ich naemlich ziemlich bloede) Gibbet bei itunes voellig legal oder als Buch, in deutsch und englisch. Und alle GG’s sollten’s auch lesen/hoeren. Einfach nur schoen. Fuer alle Altersgruppen geeignet (Das schreib’ ich jetzt, weil ich meine Omi im Urlaub mit dem ‘Vorleser’ voellig geschockt habe. Das war ihr alles ein bisschen zu freizuegig und ‘bescheuert’. Das hat sie gesagt: „Bescheuert“ und „Baeh“. Sie hat nur 10 Minuten zugehoert… bis zum ersten Geschlechtsakt *grins*)

 

Strandgut September 6, 2009

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 9:05

…eigentlich sollten sie ja surfen lernen :) Aber wer kann sich bei solchen Funden noch konzentrieren. Derzeit werden die irrsten Sachen angespuelt. Die Fische sind leider meist tot.

 

ugly princesses all ueber all September 2, 2009

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 1:47

Unser 4-jaehriger kennt sich ganz gut mit den Walt Disney Prinzessinnen aus. Muss er ja auch, weil seine Angetraute voll drauf abfaehrt und man ja schon so ungefaehr informiert sein sollte, was ‘frau’ gefaellt. Ausserdem ist Thailand in Bezug auf Spielzeug und Merchandise auch Trash-Land und keine Sekunde vergeht hier, in der einem keine von den Walt Disney Prinzessinnen ueber den Schuhe rollt (Trolleys in der Schule), in’s Auge sticht (von T-Shirts, Muetzen) oder in den Gehoergang quillt (aus Prinzessinnen-Quietsche-Schuhen… ja, stellt Euch vor; es gibt tatsaechlich Eltern (meist japanisch oder koreanisch oder eben thailaendisch) die ihren Kinder Schuhe anziehen, die bei jedem Schritt quietschen oder hupen oder blinken oder hinken…),  oder oder oder

Ausserdem hat der Junge 2 grosse Schwestern, die Gott sei’s gedankt ihre pinke Prinzessinnenphase entweder schon vorrueber oder gar nicht erst durchlebt hatten, jedoch hin- und wieder mal den ein oder anderen Prinzessinnen-Film mit ihm angeschaut hatten.

Und so sassen wir denn mit dem Prinzessinnen-Kenner Nummer eins in einem Biergarten und eine proppere Bedienung im Dirndl kommt an unseren Tisch, um die Bestellung aufzunehmen. Sohn starrt sie an. Und denkt! Und denkt! Und denkt! (Das merkt man immer daran, dass er ganz still ist :)

Als die Bedienung mit Radler, Brezeln und Spezi zurueck kehrt, hat er endlich zu Ende gedacht und er ruft ganz stolz: „Look, Mummy, an ugly princess!“ Wir sind fast von der Bierbank gefallen und haben uns in die Hose gemacht vor Lachen. Natuerlich war nach diesem Nachmittag JEDE FRAU im Dirndl eine ‘ugly princess’. Das war unser Urlaubs-Running-Gag *breit grins*