Thaimo’s Weblog

chaotisches, deutsches Familienleben in Thailand :)

Ich bin eingebrochen September 17, 2009

Gespeichert unter: Thailand — thaimo @ 3:20

Wir kamen gestern muede und fertig von einem Kindergeburtstag und wollten alle nur noch ins Bett. Fuer die Autofahrt, die sonst 15-20 Minuten in Anspruch nimmt haben wir fast eine Stunde gebraucht. Nicht wegen dem Verkehr, sondern weil meine Scheibenwischer ob dem ganzen Wasser, welches da von oben kam, total versagten.

Leider hatte jemand (ich guck jetzt keinen an) den Schluessel zu Hause liegen lassen und ein anderer jemand (ich guck die Maid an) hat abgeschlossen und sich verduennisiert, um mit Freundinnen einen Pizza-Abend zu verbringen. Da standen wir also gestern im heftigsten Monsum des Jahres vor unserer Haustuere und die war verschlossen. Es war kalt und bloed! Sohn 1 weinte jaemmerlich: „Miiiihiiiihiiiiii (ganz leise). Mir koennen nicht in unser Hauuuuuhuhuhus!“ Die Maedels waren unruhig aber nicht panisch. Es war stockdunkel und der Himmel hatte sich aufgetan, um den fettesten Regenguss ueber Phuket zu ergiessen, den ich je, mich draussen befindend, erlebt hatte.

Da unsere Maid ihren Ersatzschluessel fuer das Haus in ihrem Zimmer aufbewahrt, welches mit eigener Eingangstuer gleich neben der Haus-Eingangstuere liegt, lag es nahe, ihre Tuere einzutreten und nicht meine. Wohl entschied ich mich auch fuer ihre Tuere, weil ich etwas angesaeuert war, dass sie abgehauen war, ohne mal einen Ton zu sagen auch dann auch noch alles verrammelt und verriegelt. Selbst unser ‘Not-Einstieg’, das Klofenster, war ausnahmsweise mal verschlossen. Ich habe die Maid natuerlich vorher um Erlaubnis fuer das Tuereintreten gefragt und sie hatte nicht dagegen ;-) Zu dem ist die Haustuere teurer, als die Maid-Room-Tuere und das ganze war auch ein realistischer Kosten-Nutzen-Abgleich.

Ich musste nur dreimal treten, dann krachte das Schloss. Mann, hab’ ich mich gut gefuehlt. Die Kinder waren TOTAL begeistert und jubelten. Ich sagte dann, dass ich ja jetzt auch bei der Hong Kong Police anfangen koennte zu arbeiten, wobei Tochter 1 nur mitleidig meinte: „Mama, da muss an ein bisschen mehr drauf haben, als nur Tueren eintreten!“ Aber cool fand sie mich trotzdem ein bisschen. YEAH!

Dann standen wir also im Maid-Room und ich war etwas geschockt. Seit ungefaehr 1,5 Jahren habe ich diesen Raum nicht mehr betreten, da unsere Maid ihre eigene kleine Privatsphaere geniesst. Tochter 1 guckte sich unglaeubig um und sagte: „Waaaaahnsinn. Mama! Die sammelt ja unseren ganzen Muell!“ Und tatsaechlich standen da ausrangierte Abspielgeraete (DVD, Kassettenrecorder, etc.), Schminkkoepfe, Boardgames, Regale… ach, weiss der Geier, was ich so in den letzten Monaten alles los werden wollte (und leider nicht verkaufen konnte, weil es hier keine Secondhand Maerkte gibt – ich uebergebe solche Sachen immer meiner Maid mit den Worten, dass sie sicherlich jemanden kenne, der das noch gebrauchen koennte… dass sie das alles selber hortet, haette ich nicht gedacht)

Ich habe schnell den Schluessel gesucht, dann habe ich die Kinder rausgescheucht (die immer noch standen und starrten) und wir sind in’s warme trockene Haus (ja, tatsaechlich kann man hier in der Regenzeit auch schon mal ganz schoen doll frieren, wenn einen ein Schauer erwischt und sich die Sonne bereits schlafen gelegt hat). Was fuer ein aufregender Tag. Ich bewerb mich jetzt doch mal bei der Hong Kong Police. Will ich doch mal wissen, was man da sonst noch so drauf haben muss ;-)

 

4 Responses to “Ich bin eingebrochen”

  1. Katja Says:

    Bei der Überschrift dachte ich, du seist ins Eis eingebrochen…
    :)

  2. nt Says:

    tough gemacht :O)

    brichst du hier dann auch mal ins lagerhaus, wo dein buddha ist ;O) ich bring dir dann nen kuchen mit feile ins gefängnis (obwohl – einen von mir gebackenen kuchen? der wäre sicher lebensgefährlich ;O)

  3. Thaimo Says:

    Kuchen???? Ich dachte ganz spontan: will die die waerter vergiften?

  4. ntbkk Says:

    was du dann mit dem kuchen machst, bleibt dir überlassen ;)

    ICH würde ihn nicht essen, frag nur meine kinder nach meinem „tollen“ mikrowellen-tassenkuchen, der angeblich laut rezept der beste auf der welt war…die beiden haben sich fast verprügelt, wer probieren MUSSTE…und der verlierer ist heute noch bitter ;)


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