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Aupairs

Oktober 25, 2011

Als wir uns entschieden ein Aupair ins Haus zu holen, dachte ich damals an enorme Arbeitserleichterung und viel viel freie Zeit, in der ich diesen Blog weiter schreiben würde. In der ich von Bewerbungsgespräch zu Bewerbungsgespräch eilen würde (um irgendwann in einem schicken Büro an der Außenalster zu sitzen und auf diese zu blicken) oder in der ich mit den Kinder ‘Fangen’ im Garten spielen würde. Im günstigsten Fall würde das Aupair sogar mit ‘Fangen’ spielen und sich lachend mit den Kindern auf dem Rasen kullern.

Ich hatte alle Bedenken meiner lieben Freundin (‘schuldige, S.B. aus Perth – ich werde von nun an immer auf Dich hören) in den Wind geschlagen und dachte, ich sei ja jetzt ach so tolerant und weltoffen (durch meinen Auslandsaufenthalt, versteht sich) dass selbst eine Gruppe Fundamentalisten (egal welche) bei uns wohnen könnte und wir im trauten Miteinander gemeinsam kochen, lachen und anschliessend Backgammon spielen würden.

Muss ich jetzt nicht näher darauf eingehen, oder? Ich meine darauf, daß all dem nicht so ist ;-)

Ist jetzt auch egal, aber Tochter 2 sitzt gestern Abend am Tisch und erzählt lachend, was das denn für eine lustige Geschichte gewesen wäre, in der letzten Woche. Da seien sie beide (also Tochter 2 und Aupair) ja mit dem Bus vom Reiten gekommen – zum aller ersten Mal, denn sonst radeln wir oder nehmen das Auto. Der Bus hat aber zunächst lediglich das Aupair befördert. Türen gingen auf, Aupair hastete hinein, Türen gingen zu, Tochter 2 stand noch an der Bushaltestelle und Bus fuhr los. Hatte wohl geträumt. Das Aupair und auch die Tochter.

Tochter 2 schüttelt sich beim Erzählen vor Lachen. Ich find’s gar nicht witzig. Dem Aupair ist’s ein bißchen unangenehm und als ich nachfrage, was sie denn unternommen habe, sagt sie ganz stolz: “Ich nächste Bus ausgestiegen und zurück gelaufen und Kind dann auf Straße wieder getroffen!” Na, Gott sein Dank war das Kind so schlau, hinter dem Bus her zu laufen. Tochter 2 fügt noch hinzu: “Mama, ich habe überhaupt keine Panik bekommen! Aber stell’ Dir mal vor, das wäre dem Sohn passiert!” Das stelle ich mir seit gestern ständig vor . “Warum hast Du denn nicht dem Busfahrer Bescheid gesagt?” frage ich das Mädchen und sie zuckt nur mit den Schultern.

Erst vor ein paar Tagen waren Sohn und Aupair im CityCenter unterwegs. Kindertheater. Hätte ja auch so enden können: “Ich nächste U-Bahn ausgestiegen und zurück gelaufen und Kind auf Gleise wieder getroffen!” Oh Mann, ich fasse es nicht. Und das Mädel ist seit 8 Monaten bei uns und fährt ständig Bus und Bahn. Von nun an auch nur noch alleine!

Von → Kinder

2 Kommentare
  1. ntbkk Permalink

    *prust*

    oder flugzeug…?

    schön, von dir zu lesen – liebe grüße an alle :)

  2. thaimo Permalink

    Du brauchst gar nicht Lachen, meine Liebe. Mit Deinen Maids ist bestimmt auch nicht immer Zuckerschlecken, gell?

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